Milchproduktion 2019 auf Vorjahresniveau

Weitersagen: Facebook Twitter Mail

Copyright: Shutterstock

Die Kühe in Deutschland haben im vergangenen Jahr ebenso viel Milch gegeben wie 2018. Nach vorläufigen Angaben der Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) wurden auf den Höfen insgesamt etwa 33,10 Mio t produziert; das waren 11 100 t mehr als im Vorjahr. Innerhalb von fünf Jahren ist die hiesige Rohmilcherzeugung allerdings um gut 700 000 t oder 2,2 % gestiegen.

Nach Abzug der Eigenverwendung und den Direktverkäufen der Landwirte, die unverändert 4,1 % der Produktion ausmachten, wurden insgesamt 31,75 Mio t Rohmilch an die Molkereien im Bundesgebiet geliefert. Gegenüber 2018 war dies ein marginaler Zuwachs von 30 130 t oder 0,1 %. Das kleine Plus war ausschließlich auf die höheren Biomilchanlieferungen zurückzuführen, die im Vorjahresvergleich um 66 920 t oder 6,0 % auf etwas mehr als 1,18 Mio t zulegten. Die von den Molkereien erfasste Menge an konventioneller Rohmilch nahm dagegen um 0,1 % auf 30,56 Mio t ab. Zudem ging die Belieferung der hiesigen Milchverarbeiter durch ausländische Milchlieferanten um 10,2 % auf 695 120 t zurück.

Unter dem Strich blieb die in Deutschland für die Verarbeitung insgesamt zur Verfügung stehende Milchmenge mit 32,44 Mio t um 0,1 % unter dem Niveau von 2018. Bezogen auf das gesamte Bundesgebiet gab eine Milchkuh im Mittel 8 250 kg Milch; was einem Zuwachs von 182 kg oder 2,3 % im Vergleich zum Jahr zuvor entsprach.
Bei der regionalen Milchproduktion gab es 2019 durchaus unterschiedliche Entwicklungen. Im milchreisten Bundesland Bayern wurde die Erzeugung laut BLE um 0,4 % auf knapp 8,36 Mio t verringert. Noch stärker waren die Produktionseinbußen mit 0,6 % bis 3,1 % in den ostdeutschen Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen, während es in Mecklenburg-Vorpommern zu einem Anstieg von 1,3 % kam. In Niedersachsen wurden 7,26 Mio t Rohmilch produziert; das waren 0,9 % mehr als 2018. Auch in Nordrhein-Westfalen, das Bundesland mit dem drittgrößten Milchaufkommen, stieg die Erzeugung, und zwar um 1,5 % auf 3,74 Mio t. AgE (03.03.2020)